3 x Ja am 26. November

Für die SP ist ein Ausbau des Flugplatzes Dübendorf zu einem Flugplatz für Business-Jets und Ableger des Flughafens Kloten inakzeptabel. Die SP ruft die Bevölkerung auf, den Gegenvorschlag der Anliegergemeinden für die Weiterverwendung des Flugplatz-Areales zu unterstützen. Ein deutliches Ja zum Projekt der Anliegergemeinden wäre ein klares Zeichen gegen den geplanten Ausbau des privaten Flugbetriebs. Ein Zeichen, das von Bund und Kanton nicht einfach vom Tisch gewischt werden darf.

Der  Vorschlag der drei Anliegergemeinden lehnt den Betrieb des Flugplatzes für Businessfliegerei durch eine private, profitorientierte AG ab. Als Kompromiss wird die Weiterführung eines „historischen Flugplatzes“ im bisherigen Rahmen und unveränderten Betriebszeiten vorgeschlagen. Betrieben würde der Flugplatz durch eine Gesellschaft, die mehrheitlich den Anliegergemeinden gehört. Diese könnten also jederzeit darüber bestimmen, in welchem Rahmen und Ausmass ein Flugbetrieb stattfindet. Die SP hat sich immer gegen eine Weiterführung des Flugbetriebs mit Ausnahme der REGA ausgesprochen. Die Südgemeinden des Flughafens und grosse Teile der Stadt Zürich sind ohnehin durch die Südanflüge auf den Flughafen Kloten stark belastet. Ein Ausbau des Flugplatzes Dübendorf für einen Business-Flugplatz mit einer massiven Erhöhung der Flugbewegungen und der Flugzeiten wäre für die Region ein Super-Gau. Demgegenüber ist der Vorschlag der Anliegergemeinden, den Flugplatz im bisherigen, bescheidenen Rahmen  weiterzuführen, ein akzeptabler Kompromiss. Ein Ja des Volkes zu diesem Vorschlag vor allem ist ein klares Signal: Die Bevölkerung will keinen Ausbau des Flugplatzes Dübendorf! Die SP ist deshalb für ein Ja zum Vorschlag „Historischer Flugplatz“ der Anliegergemeinden.

Da die Initiative „Keine Zivilaviatik in Dübendorf“ zurückgezogen wurde, braucht es den Gegenvorschlag des Stadtrates in der Gemeindeordnung. Er verpflichtet die Stadt, sich für einen vernünftigen Betrieb des Flugplatzes und eine Stabilisierung der Flugbewegungen einzusetzen. Sollte das Projekt „Historischer Flugplatz“ nicht umsetzbar sein, muss sich die Stadt konsequent mit allen Mitteln gegen jegliche zivile Nutzung einsetzen. Darauf muss der Stadtrat nötigenfalls behaftet werden. Der Gegenvorschlag des Stadtrates verdient deshalb ein Ja.

Das dritte Ja betrifft die Umnutzung der Randbebauungen im Gebiet Flugplatz Nord. Eine Umteilung eines Teils dieser Zone für öffentliche Bauten in eine Industrie- und Gewerbezone ist in Zusammenhang mit dem geplanten Innovationspark sinnvoll. Positiv ist, dass diese Zone kleineren Handwerks-, Gewerbe- und Industriebetrieben vorbehalten bleiben soll.

Link zur Webseite „Historischer Flugplatz“.