Fluglärm und Militärflugplatz

Priska Seiler Graf in der Oberen Mühle
Priska Seiler Graf in der Oberen Mühle

SP für Deckelung des Flugverkehrs

Schweizer*innen sind Vielfliegende. Rund 21 Prozent des klimaschädigenden CO2-Ausstosses wird hierzulande vom Flugverkehr verursacht. Trotzdem stehen die Zeichen weiter auf Expansion. Mit dem neuen Südstart und der Verlagerung der Zivilfliegerei nach Dübendorf will der Flughafen Kloten weiter wachsen. Priska Seiler Graf skizzierte an der Veranstaltung in der Oberen Mühle, wie die SP beim Flugverkehr CO2 sparen will. Dies in erster Linie durch eine Flugticketabgabe, eine Verlagerungsstrategie auf die Schiene (Mehr Zug als Flug!), die Verlängerung und strikte Einhaltung der Nachtruhe sowie einen Verzicht auf den Kapazitätsausbau bei den Landeflughäfen. Darüber waren sich denn auch alle Teilnehmenden, auch die anwesenden Südschneiser und diejenigen des Vereins gegen den Zivilflugplatz Dübendorf einig: Dem Expansionsdrang des Flughafens Kloten muss entschieden entgegengetreten werden. Die Lobby der betroffenen Gemeinden in Bern muss gestärkt werden. Nötig ist dafür auch, dass die Bevölkerung der Region deutlich zeigt, was sie will und wenn nötig auch aktiven Widerstand leistet.

Hier der die PP-Präsentation von Priska Seiler Graf

Die SP mit klarer Aussage an der Überlandstrasse
Die SP mit klarer Aussage an der Überlandstrasse

Es bleibt dabei: Keine Zivilfliegerei in Dübi!

Am Samstag, 11. Mai hatten die Anliegergemeinden die Bevölkerung ins Flieger-Flab-Museum eingeladen, um ihr Gegenkonzept „Historischer Flugplatz mit Werkflügen“ zu propagieren. Das wurde von vielen Leuten benutzt, auch um gratis ins Fliegermuseum zu kommen. Das Konzept „Historischer Flugplatz“ wurde von den StimmbürgerInnen der Anliegergemeinden gutgeheissen, die SP hatte es als Kompromisslösung unterstützt.

Bisher haben aber weder der Bund noch der Kanton nachgegeben. Sie wollen den Flugplatz als Erweiterung des Flughafens Kloten für die Zivilfliegerei extensiv nutzen.

Es ist an der Zeit, der Bevölkerung klarzumachen, dass der Bund und der Flughafen Kloten dieses Projekt verwirklichen werden, wenn in der Region kein deutlicher Widerstand organisiert wird. Eine Einladung ins Fliegermuseum genügt dazu nicht.

Nein zum SIL-Objektblatt Flugplatz Dübendorf

Das SIL-Objektblatt legt den generellen Rahmen für die bauliche und betriebliche Entwicklung des Flugplatzes Dübendorf behördenverbindlich fest. Es bildet damit die Grundlage für den Bau der Infrastruktur und den künftigen Betrieb in Dübendorf. Im Kern geht es dabei um die vom Bund und der designierten Flugplatzbetreiberin Flugplatz Dübendorf AG (FDAG) vorgesehene Umnutzung des heutigen Militärflugplatzes in ein ziviles Flugfeld hauptsächlich für die Geschäftsluftfahrt mit einer Bundesbasis der Luftwaffe. Zusätzlich soll ein ausgeweiteter Helikopterbetrieb sowie die Sport- und Kleinfliegerei möglich sein.

 

Die SP Dübendorf wehrt sich gegen eine Ausweitung der Zivilluftfahrt auf dem Flugplatz und hat ihre Einwendungen bei Bund deponiert.

Einzigartige Grünräume für alle erhalten: keine Business Aviatik auf dem Flugplatz Dübendorf!

 

Die Grünen Stadt Dübendorf haben zusammen mit der SP Dübendorf und Umweltschutzverbänden aus der Region die Petition „Einzigartige Grünräume für alle erhalten: keine Business-Aviatik auf dem Flugplatz Dübendorf!“ eingereicht.

Die unterstützenden Organisationen fordern, dass die heutigen Grünflächen des Flugplatzes geschützt werden und deren Versiegelung verhindert wird. Sie wollen der Natur auf dem Flugplatz einen grösseren Platz einräumen. Ein Teil des Flugplatzes soll für die Bevölkerung geöffnet werden und die Biodiversität auf dem ganzen Gelände gesteigert werden. Das Gelände des Flugplatzes eignet sich für diese Art der Nutzung sehr gut, da es zu einem grossen Teil aus noch nie gedüngten und gespritzten Grünflächen besteht. Ebenfalls ist eine Vernetzung mit umliegenden grossen natürlichen Lebensräumen wie der Greifenseeregion problemlos möglich.

Weiter fordern die Petitionäre, dass der Bund vom Plan abrückt, den Flugplatz für die Business Aviatik zu nutzen. Sie unterstützen ausdrücklich das Konzept der Anrainergemeinden und empfehlen ein Ja für den historischen Flugplatz mit Werkflügen. Dieses Nutzungskonzept schützt die wertvollen Grünflächen vor weiterer Überbauung und Zubetonierung. Zudem müssen die AnwohnerInnen der Anrainergemeinden aktiv in den Planungsprozess mit einbezogen werden. Dies ist bei den derzeitigen Plänen des Bundes nicht gegeben.

 

 

Nein zum Zivilflugplatz Dübendorf, Ja zum Vorschlag der Anliegergemeinden

 

Für die SP ist ein Ausbau des Flugplatzes Dübendorf zu einem Flugplatz für Business-Jets und Ableger des Flughafens Kloten inakzeptabel. Die SP ruft die Bevölkerung auf, den Gegenvorschlag der Anliegergemeinden für die Weiterverwendung des Flugplatz-Areales zu unterstützen.

 

Ein deutliches Ja zum Gegenvorschlag wäre ein klares Zeichen gegen den geplanten Ausbau des privaten Flugbetriebs. Ein Zeichen, das von Bund und Kanton nicht einfach vom Tisch gewischt werden darf.

 

In den Anliegergemeinden des Flugplatzes Dübendorf, also in Volketswil, Wangen-Brütisellen und Dübendorf wird das Volk demnächst über den Vorschlag der drei Anliegergemeinden abstimmen können. Dieser lehnt den Betrieb des Flugplatzes für Businessfliegerei durch eine private, profitorientierte AG ab. Als Kompromiss wird die Weiterführung eines „historischen Flugplatzes“ im bisherigen Rahmen und unveränderten Betriebszeiten vorgeschlagen. Betrieben würde der Flugplatz durch eine Gesellschaft, die mehrheitlich den Anliegergemeinden gehört. Diese könnten also jederzeit darüber bestimmen, in welchem Rahmen und Ausmass ein Flugbetrieb stattfindet.

 

Die SP hat sich immer gegen eine Weiterführung des Flugbetriebs mit Ausnahme der Rettungsflugwacht ausgesprochen. Die Südgemeinden des Flughafens und grosse Teile der Stadt Zürich sind ohnehin durch die Südanflüge auf den Flughafen Kloten stark belastet. Ein Ausbau des Flugplatzes Dübendorf für einen Business-Flugplatz mit einer massiven Erhöhung der Flugbewegungen und der Flugzeiten wäre für die Region ein Super-Gau. Demgegenüber ist der Vorschlag der Anliegergemeinden, den Flugplatz im bisherigen, bescheidenen Rahmen  weiterzuführen, ein akzeptabler Kompromiss. Ein Ja des Volkes zu diesem Vorschlag wäre ein klares Signal an den Bundesrat, den Flughafen Kloten und den Kanton: Die Bevölkerung will keinen Ausbau des Flugplatzes Dübendorf! Die SP wird sich deshalb aktiv für ein Ja zum Vorschlag der Anliegergemeinden einsetzen.

Kein Zivilflugplatz, kein Südstart geradeaus!

Eine weitere Schreckensmeldung für Dübendorf und die anderen Anliegergemeinden. Der bürgerlich dominierte Regierungsrat ist eingeknickt und will wie der Bundesrat einen Zivilflugplatz in Dübendorf. Damit soll die Business-Fliegerei vom Flughafen Kloten nach Dübendorf ausgelagert werden. Diverse SP-Sektionen aus Zürich und dem Glattal veranstalteten in Schwammendingen eine gemeinsame Mitgliederversammlung, die sich vehement gegen einen Zivilflugplatz Dübendorf aussprach. Hier die von der Versammlung verabschiedete Resolution.