Fluglärm und Militärflugplatz

Einzigartige Grünräume für alle erhalten: keine Business Aviatik auf dem Flugplatz Dübendorf!

 

Kürzlich lancierten die Grünen Stadt Dübendorf zusammen mit der SP Dübendorf und Umweltschutzverbänden aus der Region die Petition „Einzigartige Grünräume für alle erhalten: keine Business-Aviatik auf dem Flugplatz Dübendorf!“ Hier online unterschreiben!

Die unterstützenden Organisationen fordern, dass die heutigen Grünflächen des Flugplatzes geschützt werden und deren Versiegelung verhindert wird. Sie wollen der Natur auf dem Flugplatz einen grösseren Platz einräumen. Ein Teil des Flugplatzes soll für die Bevölkerung geöffnet werden und die Biodiversität auf dem ganzen Gelände gesteigert werden. Das Gelände des Flugplatzes eignet sich für diese Art der Nutzung sehr gut, da es zu einem grossen Teil aus noch nie gedüngten und gespritzten Grünflächen besteht. Ebenfalls ist eine Vernetzung mit umliegenden grossen natürlichen Lebensräumen wie der Greifenseeregion problemlos möglich.

Weiter fordern die Petitionäre, dass der Bund vom Plan abrückt, den Flugplatz für die Business Aviatik zu nutzen. Sie unterstützen ausdrücklich das Konzept der Anrainergemeinden und empfehlen ein Ja für den historischen Flugplatz mit Werkflügen. Dieses Nutzungskonzept schützt die wertvollen Grünflächen vor weiterer Überbauung und Zubetonierung. Zudem müssen die AnwohnerInnen der Anrainergemeinden aktiv in den Planungsprozess mit einbezogen werden. Dies ist bei den derzeitigen Plänen des Bundes nicht gegeben.

 

 

Nein zum Zivilflugplatz Dübendorf, Ja zum Vorschlag der Anliegergemeinden

 

Für die SP ist ein Ausbau des Flugplatzes Dübendorf zu einem Flugplatz für Business-Jets und Ableger des Flughafens Kloten inakzeptabel. Die SP ruft die Bevölkerung auf, den Gegenvorschlag der Anliegergemeinden für die Weiterverwendung des Flugplatz-Areales zu unterstützen.

 

Ein deutliches Ja zum Gegenvorschlag wäre ein klares Zeichen gegen den geplanten Ausbau des privaten Flugbetriebs. Ein Zeichen, das von Bund und Kanton nicht einfach vom Tisch gewischt werden darf.

 

In den Anliegergemeinden des Flugplatzes Dübendorf, also in Volketswil, Wangen-Brütisellen und Dübendorf wird das Volk demnächst über den Vorschlag der drei Anliegergemeinden abstimmen können. Dieser lehnt den Betrieb des Flugplatzes für Businessfliegerei durch eine private, profitorientierte AG ab. Als Kompromiss wird die Weiterführung eines „historischen Flugplatzes“ im bisherigen Rahmen und unveränderten Betriebszeiten vorgeschlagen. Betrieben würde der Flugplatz durch eine Gesellschaft, die mehrheitlich den Anliegergemeinden gehört. Diese könnten also jederzeit darüber bestimmen, in welchem Rahmen und Ausmass ein Flugbetrieb stattfindet.

 

Die SP hat sich immer gegen eine Weiterführung des Flugbetriebs mit Ausnahme der Rettungsflugwacht ausgesprochen. Die Südgemeinden des Flughafens und grosse Teile der Stadt Zürich sind ohnehin durch die Südanflüge auf den Flughafen Kloten stark belastet. Ein Ausbau des Flugplatzes Dübendorf für einen Business-Flugplatz mit einer massiven Erhöhung der Flugbewegungen und der Flugzeiten wäre für die Region ein Super-Gau. Demgegenüber ist der Vorschlag der Anliegergemeinden, den Flugplatz im bisherigen, bescheidenen Rahmen  weiterzuführen, ein akzeptabler Kompromiss. Ein Ja des Volkes zu diesem Vorschlag wäre ein klares Signal an den Bundesrat, den Flughafen Kloten und den Kanton: Die Bevölkerung will keinen Ausbau des Flugplatzes Dübendorf! Die SP wird sich deshalb aktiv für ein Ja zum Vorschlag der Anliegergemeinden einsetzen.

Flugplatz Dübendorf: Volksabstimmung über Konzept der Standortgemeinden

Im November wird die Bevölkerung Dübendorfs darüber abstimmen können, welche Position die Stadt gegenüber Bund, Kanton und Flughafen einnehmen soll. Hier die Pressemitteilung der IG Zivilflugplatz NEIN:

 

Die IG Zivilflugplatz Dübendorf NEIN begrüsst, dass die drei Standortgemeinden Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen ihr Konzept „Historischer Flugplatz mit Werkflügen“ weiterhin verfolgen. Das Konzept der Gemeinden ist ein konstruktiver Gegenvorschlag zum für die IG nicht akzeptablen Konzept eines privat betriebenen Businessairports. Im Rahmen einer Volksabstimmung bietet sich der Bevölkerung die Möglichkeit Stellung zu nehmen.

Mit dem Alternativkonzept wird neben den Zielsetzungen von Bund, Kanton und Gemeinden insbesondere den Interessen der Bevölkerung Rechnung getragen. Ferner werden die Kernforderungen der IG weitgehend erfüllt.

Die Basis des Konzepts bildet die heutige Nutzung mit Luftwaffe, historischen Angeboten, Kantonspolizei und Rettung. Sie soll mit weiteren Werkflugplatz-Firmen erweitert werden, welche eine hohe Wertschöpfung mit geringer Anzahl zusätzlicher Bewegungen garantieren. Das Konzept der Gemeinden orientiert sich an den heutigen Betriebszeiten. Es wird keine Auslagerung der Businessaviatik und Kleinfliegerei von Kloten nach Dübendorf zugelassen. Die Entwicklung des Flugplatzes kann durch die Gemeinden selber gesteuert werden. Es droht kein unkontrollierbares Wachstum eines durch eine private und nur gewinnorientierte Aktiengesellschaft betriebenen Businessairports.

Mit dem Konzept der Standortgemeinden wird gleichzeitig auch das wesentliche Ziel des Bundes – die grösste strategische Landreserve für kommende Generationen zu sichern – erfüllt. Eine abschliessende Beurteilung des Konzepts – einschliesslich dessen finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinden – kann erst vorgenommen werden, sobald alle Einzelheiten bekannt sind. Die IG ist aber überzeugt, dass hiermit ein ausgewogenes Konzept vorliegt und dabei auch die Lebens- und Standortqualität für Generationen gesichert werden können.

Kein Zivilflugplatz, kein Südstart geradeaus!

Eine weitere Schreckensmeldung für Dübendorf und die anderen Anliegergemeinden. Der bürgerlich dominierte Regierungsrat ist eingeknickt und will wie der Bundesrat einen Zivilflugplatz in Dübendorf. Damit soll die Business-Fliegerei vom Flughafen Kloten nach Dübendorf ausgelagert werden. Diverse SP-Sektionen aus Zürich und dem Glattal veranstalteten in Schwammendingen eine gemeinsame Mitgliederversammlung, die sich vehement gegen einen Zivilflugplatz Dübendorf aussprach. Hier die von der Versammlung verabschiedete Resolution.